I

Wasserentnahme  Nordheide

 

Interessengemeinschaft

Grundwasserschutz  Nordheide e.V.

 

 

                                                                                                           

 

 

 

 

Berücksichtigung Natur- und Umweltbelange bei der Grundwasserentnahme

 

Anforderungen an die Verlängerung der Grundwasserentnahme im WW Nordheide (2010 bis 2040):

 

       Jede Grundwasserentnahme ist ein Eingriff in den natürlichen Grundwasserhaushalt. Solche Eingriffe sind nur zulässig, wenn der Wasserbedarf eindeutig nachgewiesen wird (verläßliche Prognose des Wasserbedarfes und des spezifischen Verbrauches der Abnehmer) und anderweitig (z.B. durch Nutzung anderer Wasserwerke, Belieferung durch andere Verbände, etc.) nicht gedeckt werden kann.

       Die Vorgaben zu Umweltverträglichkeitsuntersuchungen (UvU) und die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind vollständig im Wasserrechtsverfahren zu berücksichtigen; das neue Bundeswasserrecht (ab 2010) ist ebenfalls zu berücksichtigen.

        Die Nutzung von Oberflächenwasser bzw. Uferfiltrat hat grundsätzlich Vorrang vor Grundwasserentnahmen, bei denen die Umweltverträglichkeit nicht eindeutig nachgewiesen ist.

        Grundwasserabsenkungen sind vor der Genehmigung der Wasserförderung nach dem jeweilig aktuellem Stand der Technik abzuschätzen (Simulationsprogramme).

        Grundwasserabsenkungen in grundwasserbeeinflußten Landschaftsbereichen (Grundwasserstand < 5m unter Geländeoberkante) sind nicht zulässig.

        Grundwasserabsenkungen in Bach- und Flußbereichen sind nicht zulässig.

        Brunnenstandorte in folgenden Gebieten sind nicht zulässig: NSG, NSG-würdig, besonders geschützte Biotope, in einem Abstand von 50m zu Gewässern.

        Vor Beginn der Grundwasserentnahme sind nach dem jeweiligem Stand der Technik  beweissichernde Maßnahmen für Fauna und Flora im gesamten Einzugsgebiet des WW vorzusehen. Art und Umfang der Beweissicherungsmaßnahmen wird einvernehmlich mit den Umweltverbänden abgestimmt.

       Ausgangspunkt aller Untersuchungen und Bewertungen ist der Nullzustand vor Aufnahme der Wasserförderung durch die Hamburger Wasserwerke (1977).